Belastung - Sind wir die Einzigen, die die Belastung mit Kind, Familie und Beruf kaum schaffen?

Sie sind nicht die einzigen. Es ist eine große Herausforderung, alles unter einen Hut zu bekommen. Dazu gehören vor allem gute Absprachen als Eltern und das Achten auf eigene Bedürfnisse.

Sie sind nicht die einzigen, zumindest nicht in Deutschland. Die Wertschätzung der Familie in der Gesellschaft, besonders aber durch die Wirtschaft ist derart gering, dass mit der Geburtenzahl mit 1,35 Kindern pro Frau ein „Aussterben“ unserer Gesellschaft begonnen hat. 2,1 Kinder wären nötig für ein Gleichbleiben der Bevölkerungszahl. Dabei ruft der Staat nach qualifizierten Arbeitskräften.

Die jungen Paare würden gerne Kinder bekommen, wenn sie nur entlastet würden, wie zum Beispiel in Frankreich und Holland. Es ist nicht das Geld allein, es ist die Anerkennung der Leistung der jungen Paare, die sich darin äußert, dass man Teilzeitanstellung und qualifizierte Kinderbetreuung flächendeckend anbietet, dass man Mütter und Väter, die auch Zeit für ihre Familien haben wollen, in den Betrieben nicht diskriminiert. Es gilt auch, die jungen Paare auf die Belastungen vorzubereiten, wie das die Deutsche Familienstiftung mit der an die Geburtsvorbereitung gekoppelte Geburts- und Familienvorbereitung tut.

Autor: Prof. Dr. Ludwig Spätling, Direktor der Frauenklinik Fulda a.D.