
Wenn Sie in Ihrem Beisein Ihrem Kind ausreichend Zeit geben, mit der betreuenden Person eine Beziehung aufzubauen, wird das schon möglich sein.
Es gibt Situationen, in denen man sein Kind in andere Hände geben muss. Nicht zuletzt braucht man auch etwas Zeit für sich, um auch Kraft zu schöpfen und seine Partnerschaft zu stärken. Das Fremdeln ist zwischen 6 und 18 Monaten am stärksten ausgeprägt. Deshalb darf man in dieser Zeit ein Kind nur in die Hände einer Person geben, mit der es vertraut ist und die ihm die emotionale Sicherheit geben kann. Sonst wird es unglücklich sein und mit großer Ablehnung reagieren. Geben Sie Ihrem Kind ausreichend Möglichkeit, die Person in Ihrem Beisein kennen zulernen. Nehmen Sie sich Zeit für die Übergabe, sonst verbindet das Kind die Betreuungsperson mit Ihrem Weggang. Der bekannte Schlafanzug, die Lieblingsspielsachen und weitere vertraute Dinge helfen dabei. Auch längere Trennungen kann das Kind ohne Schaden überstehen, wenn Ihr Kind eine gute Beziehung zur betreuenden Person aufbauen kann.
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Autor Prof. Dr. Ludwig Spätling, Direktor der Frauenklinik Fulda a.D.
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