PDA oder Periduralanästhesie - Welche Nebenwirkungen hat eine Periduralanästhesie bzw. eine Vollnarkose?: Unterschied zwischen den Versionen

 
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[[File:Peridualanästhesie Folie1.jpg|thumb|right|frame|Unterschied Peridualanästhesie - Spinalanästhesie (Quelle: Prof. Dr. med. L. Spätling)]]
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[[Image:Peridural Spinal.jpg |Unterschied Peridualanästhesie-Spinalanästhesie Quelle: Prof. Dr. med. L. Spätling|thumb|right]]
  
 
'''In seltenen Fällen kann es bei der PDA durch Flüssigkeitsverlust aus dem Duralsack zu starken Kopfschmerzen kommen. Bei einer Vollnarkose könnte in extrem seltenen Fällen Erbrochenes in die Lunge gelangen. Wann immer es geht, wird eine rückenmarksnahe Betäubung eingesetzt.'''
 
'''In seltenen Fällen kann es bei der PDA durch Flüssigkeitsverlust aus dem Duralsack zu starken Kopfschmerzen kommen. Bei einer Vollnarkose könnte in extrem seltenen Fällen Erbrochenes in die Lunge gelangen. Wann immer es geht, wird eine rückenmarksnahe Betäubung eingesetzt.'''

Aktuelle Version vom 10. Juli 2019, 10:18 Uhr

Unterschied Peridualanästhesie-Spinalanästhesie Quelle: Prof. Dr. med. L. Spätling

In seltenen Fällen kann es bei der PDA durch Flüssigkeitsverlust aus dem Duralsack zu starken Kopfschmerzen kommen. Bei einer Vollnarkose könnte in extrem seltenen Fällen Erbrochenes in die Lunge gelangen. Wann immer es geht, wird eine rückenmarksnahe Betäubung eingesetzt.

Bei einer Periduralanästhesie wird vom Rücken her über eine Nadel ein kleiner Schlauch vor den Dura-Sack, in dem sich das Rückenmark befindet, geschoben. So betäubt ein Medikament die Nerven, die aus dem Sack austreten. Sie sind also dabei hell wach. Man kann sehr selten einmal mit der Nadel diesen Sack verletzen, so dass Flüssigkeit aus diesem Sack abfließt. Das macht starke Kopfschmerzen, die man mit Infusionen, Schmerzmitteln und ggf. weiteren Maßnahmen behandelt. Es bleibt kein dauerhafter Schaden. Eine Infektion habe ich bei den vielen tausend PDAs, die wir gemacht haben, nicht erlebt. Bei einem Kaiserschnitt wird so gut wie immer eine Spinalanästhesie gelegt.

Bei einer Vollnarkose wird bei einem Kaiserschnitt immer ein Schlauch in die Luftröhre gelegt. Die Mutter muss dafür tief schlafen. Um nicht dabei zu erbrechen wird eine sechsstündige Nüchternheit gefordert. Nur im Notfall muss man sofort „intubieren“. Auch können bei der Vollnarkose Narkosemittel über das Blut zum Kind gelangen. Am besten ist für Mutter, Kind, den Operateur und den Anästhesisten, wenn man in Spinalanästhesie operieren kann.


Link: Periduralanästhesie - Spinalanästhesie: Was ist der Unterschied?


Prof. Dr. Ludwig Spätling, Direktor der Frauenklinik am Klinikum Fulda a.D.