Partnerschaft - Folgen andauernder Partnerschaftsunzufriedenheit für die betroffenen Kinder (HB): Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 26. März 2020, 12:14 Uhr

Quelle: Getty

Neben der Belastung für die Eltern haben chronische Partnerschaftskonflikte und überdauernde Partnerschaftsunzufriedenheit auch negative Folgen für die Entwicklung der betroffenen Kinder. Besonders negativ wirken sich Konflikte der Eltern aus, die nicht gelöst werden, bei denen keine Versöhnung erfolgt, die Kinder zum Konfliktinhalt werden und Gewaltäußerungen oder -handlungen auftreten. Darüber hinaus leidet häufig die Eltern-Kind-Beziehung unter den Beziehungsproblemen der Eltern. So zeigen Eltern, die in einer konfliktreichen oder unbefriedigenden Beziehung leben, nicht nur härteres und inkonsistentes Erziehungsverhalten, sondern sind häufig weniger positiv und herzlich im Umgang mit ihrem Kind.

Chronische Partnerschaftskonflikte, eine Überforderung mit der Elternrolle, negatives Erziehungsverhalten und das Vorliegen von häuslicher Gewalt erhöhen das Risiko eines Kindes, psychische Störungen, Verhaltensprobleme oder schulische Probleme zu entwickeln. Als mögliche Erklärung für den Zusammenhang elterlicher Konflikte und kindlicher Auffälligkeiten gehen Forscher u. a. davon aus, dass chronische Konflikte der Eltern nicht nur zu Schwierigkeiten in der Erziehung und damit zu Unsicherheiten in der Eltern-Kind-Beziehung führen, sondern auch dazu, dass das kindliche Vertrauen in die elterliche Fähigkeit, Unstimmigkeiten zu bewältigen und die Stabilität der Familie zu bewahren, geschwächt wird. Beides erhöht das Risiko für das Auftreten kindlicher Verhaltensauffälligkeiten.

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Autoren: Kurt Hahlweg und Dr. rer. nat. Ann-Katrin Job


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Literatur:
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