Partnerschaft - Gemeinsame Stressbewältigung anwenden: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 26. März 2020, 11:08 Uhr

Quelle: Getty

Das dyadische Coping (gemeinsame Stressbewältigung) ist zentral für eine zufriedene Partnerschaft und eine erlernbare Fertigkeit. Grundsätzlich gibt es drei Phasen im dyadischen Coping:

  • seinen Stress mitteilen,
  • Unterstützung bieten und
  • Feedback geben.


Angemessene Unterstützung setzt Verständnis für den Stress des Partners voraus. Die Festlegung von Rollen als Sprecher und Zuhörer kann helfen, schafft Struktur im Gespräch und ermöglicht es, sich mitzuteilen, ohne verletzt zu werden. Das Sprechen über eigene Gefühle gibt dem Zuhörer die Möglichkeit, sich in die Situation des Partners hineinzuversetzen, mitzuschwingen und anschließend angemessen zu unterstützen. Sprech- und Zuhörregeln

Eine passende emotionale Unterstützung gelingt nur auf der Basis von Verständnis („Ich sehe, wie schlimm diese Situation für dich ist“), Empathie („Es tut mir auch weh zu hören, dass du dich mit dem Kind zu Hause einsam fühlst“) und Wertschätzung („Ich kenne dieses Gefühl selbst sehr gut und kann mir vorstellen, wie du dich gerade fühlst“).
Weiter können folgende Unterstützungsmöglichkeiten hilfreich sein:
Mut machen („Du hast schon so viel geschafft, du wirst auch das packen!“), Relativieren der Schuld des Partners („Ich glaube, es gibt noch andere Faktoren, die zu dieser Situation geführt haben, du trägst nicht die Schuld“), Solidarisierung mit den Gefühlen des Partners („Ich würde mich an deiner Stelle auch so fühlen“), Betonung des Zusammenhalts („Gemeinsam packen wir das“) und Mithilfe zur Umbewertung der Situation („Andererseits könnte es auch den Vorteil haben, dass …“). Nach der Unterstützung ist es sinnvoll, dass der gestresste Partner sagt, wie die Unterstützung erlebt wurde und was sonst noch gutgetan hätte. Dies hilft dem Partner, künftig noch angemessener zu unterstützen, was die Positivität und das Verständnis im Paar fördert und den Zusammenhalt weiter stärkt.

Autoren: Valentina Anderegg und Guy Bodenmann

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