Pathologisches Cardiotokogramm (CTG): Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 10. Juli 2019, 11:03 Uhr

Quelle: Getty

Zeichnet man unter der Geburt die Herzfrequenz des Kindes auf, so hat man eine relativ sichere Aussage über das Wohlergehen des Kindes. Rückenlage der Mutter kann die Blutversorgung des Kindes verschlechtern und ein pathologisches CTG verursachen.

Das kontinuierliche Mitschreiben der Herzfrequenz des Kindes kann frühzeitig auf Gefahren hinweisen und so der Mutter ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Die Ursachen für ein auffälliges CTG sind im Wesentlichen: mangelnde Versorgung des Kindes mit sauerstoffhaltigem Blut, aber auch Nervenreize z. B. bei Druck auf den Kopf des Kindes, wenn es den Geburtskanal passiert. Die Geburtshelfer können das CTG relativ gut interpretieren, es ist aber oft nicht eindeutig, sodass manchmal zusätzliche Maßnahmen wie eine Mikroblutuntersuchung (Bestimmung des Säurewertes des Blutes, entnommen vom Köpfchen des Kindes) notwendig wird. Relativ oft findet man auch ein Absinken der Herzfrequenz (Dezeleration), wenn in der späten Schwangerschaft die Mutter auf dem Rücken liegt. Die schon große Gebärmutter drückt dann die Hohlvene gegen die Wirbelsäule und behindert den Rückfluss zum mütterlichen Herzen. Der Mutter wird schwindelig, da der Blutdruck abfällt. Dann gelangt auch weniger Blut in den Mutterkuchen und das Kind hat weniger sauerstoffreiches Blut. Es reagiert mit einer Dezeleration. Diesem sogenannten Rückenlageschocksyndrom begegnet man dadurch, dass man sich auf die linke Seite legt. Die Herzfrequenz erholt sich schnell. Das Kind nimmt dadurch keinen Schaden.


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Autor: Prof. Dr. Ludwig Spätling, Direktor der Frauenklinik Fulda a.D.