Arbeitszeiten, Schichtdienst (Info)

Nacht- und Schichtarbeit sind in vielen Studien als nachteilig für Mutter und Kind erkannt worden. So ist z. B. die Fehlgeburtenrate in den ersten 4 Monaten bei Nachtarbeiterinnen höher als bei Schwangeren, die tagsüber arbeiten. Auch besteht ein Zusammenhang zwischen Nachtarbeit und der Häufigkeit von Frühgeburten. Die Untersuchungen deckten auf, dass Nacht- und Schichtarbeit für die Schwangeren enormen Stress bedeutet haben. Man weiß sicher, dass sich anhaltender Stress negativ auf die Schwangerschaft auswirkt. Mit den Beschäftigungsverboten schützt der Gesetzgeber Mutter und Kind.

Vielleicht gehören Sie zu den Personen, die gerne am Abend oder in der Nacht arbeiten. Dass Ihnen ein ähnliches Schicksal droht wie den gerade erwähnten Beispielen, ist nicht anzunehmen. Denn es fehlt der auslösende - nervenaufreibende - Stress. Sie sollten aber am Tag darauf einen Ruhetag einlegen.

Ich arbeite als Kellnerin. Eine Kollegin, die vor mir schwanger wurde, hatte einen riesigen Ärger, weil sie nicht mehr abends arbeiten wollte. Kann ich dazu gezwungen werden?

In unserem Betrieb werden von uns öfter Überstunden verlangt. Kann ich mich weigern?

Als Krankenschwester mache ich ganz gerne Nachtschichten. Darf ich das bis auf Weiteres noch?

Wer sagt eigentlich mir als Bäuerin, was ich darf und was nicht? Erhalten wir finanzielle Unterstützung, wenn wir jemanden einstellen müssen, der meine Arbeiten übernimmt (z. B. beim Melken hilft)?

TIPP: Arbeitszeiten, Schichtdienst: So regelt das Gesetz Ihre Arbeitszeit

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Prof. Dr. R. Huch, D. Fessel; Glücklich schwanger von A-Z, Trias Verlag Stuttgart, 2011.