Beikost – Infos und Tipps für die erste feste Nahrung

Allgemeines:

  • Es ist durchaus möglich, ein Kind während des gesamten 1. Lebensjahres voll zu stillen. Man geht aber davon aus, dass der Bedarf des Kindes an bestimmten Mineralstoffen und Spurenelementen (v.a. Eisen) nach dem 6. Lebensmonat durch die Muttermilch nicht mehr voll gedeckt werden kann.
  • Bis zum 11. Lebensmonat sollte keine Vollmilch gegeben werden (kann Allergien auslösen).
  • Wenn Vollmilch gegeben wird, nur pasteurisierte, homogenisierte Milch mit 3,5% Fett, keine Rohmilch oder Vorzugsmilch.
  • Im 1. Lebensjahr keinen Fisch, Zitrusfrüchte, exotische Früchte und Gewürze, Wild, Honig, Weizen, Zucker, Schokolade, Eier, Nüsse, Tomaten und Kiwi geben (kann Allergien auslösen).
  • Geeignete Öle sind: Rapsöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Sojaöl (nicht kaltgepresst).
  • Obst bis zum 9. Monat nicht roh geben.
  • Statt Zwieback und Kinderkeksen besser Dinkelstangen, Reiswaffeln (ungesüßt) oder Obst (dünsten bis zum 9. Monat) als Zwischenmahlzeit.
  • Breie nicht in die Flasche geben, sondern immer mit dem Löffel füttern.
  • Geeignete Obstsorten sind: Apfel, Birne, Banane, Melone.
  • Für alle Babys gilt:

    • Keine harten Lebensmittel wie Johannisbeeren und Nüsse.
    • Keine stark blähenden Lebensmittel wie getrocknete Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebeln und Lauch.
    • Keine gesalzenen und gewürzten Speisen.
    • Kein kurzgebratenes Fleisch und Geflügel.
    • Keine mit Alkohol abgeschmeckten Speisen.
    • Kein rohes Gemüse, Honig oder kalt gepresstes Öl ( diese können evtl. Schwermetalle, Schädlingsbekämpfungsmittel und Schimmelpilzgifte enthalten).
    • Keine zusätzliche Milch- oder Milcherzeugnisse, z. B. Quark

    Orientierungswerte für Breimengen (Abhängig vom Kind):
    6./7. Monat ca. 200 – 220 g
    8. – 10. Monat ca. 220 – 250 g
    ab 11. Monat 250 g
    Tipps zur Vorratshaltung:
    Es ist sinnvoll, größere Portionen Fleisch für das Kind vorzukochen und in kleinen Behältnissen, z.B. Eiswürfelbehälter einzufrieren. Das gefrorene Fleisch kann dann Portionsweise entnommen, aufgetaut und unter den Gemüse-Kartoffel-Brei gemischt werden. „Aus groß mach klein“: Mahlzeit kochen, Portion für das Kind entnehmen und anschließend das Essen erst für die Erwachsenen würzen. Breie immer vom Löffel geben, auf Trinkmahlzeiten verzichten.
    Fragen zum Thema:
    Was gibt es für Risiken bei der Beikosteinführung vor dem 6. Monat?
    Wann fange ich an zu zufüttern?
    Wann beginne ich mit welchen Mahlzeiten?
    Wie mache ich die „Löffelmahlzeit“ meinem Kind schmackhaft?
    Was kann ich ab dem 7. Lebensmonat füttern?
    Was kann ich ab dem 8. Lebensmonat füttern?
    Was kann ich ab dem 9. Lebensmonat füttern?
    Von der Breikost zur Familienkost – Wann und wie?
    Was und wie viel soll mein Kind trinken?
    Warum benötigt ein Säugling mehr Wasser als ein Erwachsener?
    Fertigkost oder selbst hergestellt, was ist besser?
    Wie viele Eier darf/kann ein Kleinkind am Tag essen?
    Literatur:
    [1]; [2]; [3]; [4]
    Zusammengestellt durch die Familienschule Fulda; Uta Sekanina (Kinderkrankenschwester, Dipl. Oecotrophologin)
    Quelle: Koletzko, B. et al (2016): Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen.
    In: Monatszeitschrift kinderheilkunde 164 (S5), S. 433-457
    Weitere Beiträge zum Thema in Wikifamilia:
    Ernährung im 2. Lebensjahr
    Ab wann darf ich Brei füttern und wann fange ich mit welchem Brei an?
    Was soll ich meinem Kind als Frühstück mit in den Kindergarten geben?
    Häufig gestellte Fragen zur Kinderernährung

    Datei:Ernaehrung im 2ten Lebensjahr.pdfErnährung im 2ten Lebensjahr
    Datei:Beikost-Flyer Infos und Tipps.pdfBeikost – Infos & Tipps

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